Vom 28. bis 30. September fand das Brush-up Seminar für Käsesommeliers an Schulen in Niederösterreich statt. Dipl. Päd. Magdalena Köberl organisierte ein Wochenende par excellence und konnte somit 24 Teilnehmer begrüßen.
Am Freitag ging es nach Diendorf/Kamp zu Robert Paget. Diesen Geheimtipp verraten eingeweihte Genießer nur ungern, denn die Käsespezialitäten aus Wasserbüffelmilch sind eine ganz besondere Rarität. Ricotta, Camembert und Blauschimmelkäse enthalten von der vollmundigen Milch ein ganz besonderes Aroma. In Europa gibt es etwa 400.000 Büffel; vor allem in Rumänien, Bulgarien und Italien. Bis heute ist Robert Paget der Einzige in Österreich, der Büffel hält. Aber nicht nur die Milch, auch das Fleisch wird verwertet. Es hat einen wildaromatischen Geschmack, wenig Cholesterin und ist sehr zart. Diese Köstlichkeiten konnten wir natürlich auch verkosten und dabei horchten wir seinen Erzählungen und seiner Philosophie.
Zum Abendessen fuhren wir nach Krems zur Amon-Jell Ulli, wo wir kulinarisch verwöhnt wurden.
Nächsten Tag, vormittags, hatten wir eine Produktpräsentation von „Die Käsemacher“ aus Waidhofen/Thaya referiert von Kollegin und Seminarleiterin M. Köberl.
Dem Trend entsprechende Produkte, wie hochwertiges Pflanzenöl, Kräuter, Gemüse, Antipasti und die Entwicklung neuer Besonderheiten machen diesen innovativen Betrieb aus. Die hochwertige Milch wird überwiegend aus dem Waldviertel und dem Voralpengebiet bezogen, wo saftige Weiden die Schaf- und Ziegenmilch so gut werden lassen. Dazu verkosteten wir verschiedene Sorten an Fruchtsäften von qualitativ hervorragender Qualität vom Obsthof Göthans in Missingdorf. Dass die hausgemachten Chutneys wie Grüne Paradeiser, Erdbeer-Ingwer oder Birnen-Senfsauce von M. Köberl gut passen, davon konnten wir uns überzeugen.
Macht man einen kleinen Abstecher von der Wachau ins südliche Waldviertel, findet man nicht nur eine bezaubernde Landschaft, sondern auch den Bio-Bauernhof der Familie Hirsch. Nach der Besichtigung des Demeterbetriebes ging es zur Käsehütte Stix. Ein interessanter Vortrag über die Vermarktungsgemeinschaft.
Unsere nächste Station war die Bio-Schafkäserei von Eva Koppensteiner. Auch hier stand das Käse-Erlebnis im Vordergrund. Im Heurigenlokal konnten wir bei einer Jause die hausgemachten Produkte des Hauses verkosten und genießen.
Der letzte Tag führte uns durch das schöne Kamptal. Wir konnten einen Einblick im Betrieb und deren Produkte aus Bio-Rohmilch von Schaf, Ziege und Kuh von Gottfried Neuwirth gewinnen. Bei ihm wird der Traum vom gesunden Leben von und mit der Natur in die Tat umgesetzt. Die Worte „gelebtes Produkt“, Kreislaufwirtschaft“, „Wurzeln schlagen“ sind hier nicht nur Imageträger sondern spiegeln sich im Leben der Familie.
Ein Programmpunkt war auch Erfahrungsaustauch. Kollege Dipl. Päd. Thomas Gasteiner informierte uns über Neuerungen bei der Ausbildung zum Käsekenner, wir überarbeiteten den Fragenkatalog zur Käsekennerprüfung und konnten in Diskussionen und Gespräche wertvolle Informationen sammeln.
Ein Wochenende mit allen Sinnen, dass die Seminarteilnehmer nicht vergessen werden.
Bericht erstellt: Dipl. Päd. KSaS Monika Haiböck
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