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Erlauftaler Käsewölfe – Qualität neu belebt

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Erlauftaler Käsewölfe – Qualität neu belebt

Der Leiter des LMTZ KSaS Martin Rogenhofer und DKS Hans Grubhofer besuchen die Käsewölfe MM Georg Wagner und MM Robert Bugl

Ich nehme an, dass mich die Mitglieder unseres Vereins Käsesommelier Österreich und viele Freunde aus der „Käsewelt“ noch nicht ganz vergessen haben und möchte mich aus der „Käsepension“ mit einem Beitrag zum neuen tollen und informativen Webauftritt melden.
Die Diplom Käsesommeliers/lières der älteren Ausbildungsjahrgänge werden sich vielleicht noch an den Aufenthalt an der Bundesanstalt für Milchwirtschaft in Wolfpassing erinnern.
Die Themen „Herstellung von Käse, Käsetypen und Charakteristik“  in Theorie und Praxis – mit der Produktion verschiedener Käsetypen mittels Kleinanlagen -  an unserer Dienststelle waren viele Jahre fester Bestandteil der Ausbildung. Das Abendprogramm mit „Most und Käse“ war ebenfalls ein doch recht gern angenommener Beitrag. Zuletzt konnte ich mich als Mitglied der Prüfungskommissionen vom beachtlichen Käse-Wissen der Teilnehmer überzeugen. Persönlich habe ich dadurch viele Kursabsolventen kennen gelernt und vielleicht einen kleinen Beitrag zur „Begeisterung“ für Käse einbringen können.
Wie z. Teil bekannt, wurde unsere Dienstelle mit dem Jahre 2003 leider geschlossen und der o.a. Ausbildungsbeitrag wird nun im LMTZ (Lebensmittel-Technologiezentrum) am Francisco Josephinum https://www.josephinum.at/lmtz.html in Wieselburg - Weinzierl weitergeführt.

Zur Aus- und Weiterbildung von Fachkräften gehörte an unserer Dienststelle auch die Entwicklung und Einführung neuer Käsesorten, die in Geschäften unserer Region auch angeboten wurden und sehr beliebt waren. Das ist nun die Überleitung zum eigentlichen Thema meines Beitrages.
Das Areal der ehemaligen Bundesanstalt für Milchwirtschaft wurde nach einigen Eigentümerwechseln nun von regionalen Investoren übernommen und soll entsprechend wieder  genützt und „belebt“ werden.
Beinahe 15 Jahre später haben sich nun zwei junge Fachkollegen entschlossen, an unserem ehemaligen Standort eine Käserei unter dem Namen „Erlauftaler Käsewölfe“ einzurichten. Unter dem Leitsatz „Qualität neu beleben“ wollen sie die damals bekannte Käsetradition wieder aufleben lassen und ich darf nun meinem persönlichen Bezug dazu anführen.
Die Jungunternehmer waren unsere letzten Lehrlinge, die wir damals ausgebildet haben und daher auch in der Käseproduktion eingebunden waren. Da ich auch für die Herstellung unseres Käseangebotes verantwortlich war, ist es schon sehr erfreulich, dass nun viele dieser beliebten Produkte wieder in der Region erhältlich sind.
Ich bin also schon ein wenig stolz auf die „Käsewölfe“ und kann ihnen, wie vielen unserer ehemaligen Kollegen/Innen, nur viel Erfolg wünschen!

Alle weiteren Informationen zu den „Käsewölfen“ bzw. Hinweise zur Geschichte unserer Bundesanstalt ersuche ich aus der Homepage unter https://www.käsewölfe.at/ zu entnehmen!
Besonders interessant ist auch, dass die Herstellung der Käse aus „Heumilch“ erfolgt und auch als Schaukäserei ausgerichtet ist. Der Besucherbereich soll im Frühjahr fertiggestellt sein. Vielleicht ist von Euch wer interessiert, sich das einmal anzusehen.

Das ehrgeizige Projekt der Käsewölfe wurde auch seitens der Fachkollegen des LMTZ, unter der Leitung von KSaS DI Martin Rogenhofer, besonders unterstützt.

Ich darf die Möglichkeit auch nutzen, der ehemaligen Kollegin und jetzt AV der Fachrichtung „Lebensmittel & Biotechnologie“, KSaS Dr. DI Gudrun Nagl und Kollegen KSaS DI Martin Rogenhofer, Leiter des LMTZ, zur abgeschlossenen Ausbildung zum/zur Dipl.  Käsesommelier/lière an Schulen herzlich zu gratulieren! Damit kann nun im Rahmen der Fachrichtung auch die Ausbildung zu „Käsekennern“ angeboten werden.

Mit lieben Grüßen an die „Freunde aus der Käsewelt“.

DKS Hans Grubhofer
Fotos: LMTZ Francisco Josephinum